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EstradiolHormone sind es, die ihr Leben als Frau entscheidend prägen und sie auf dem Weg durchs Leben begleiten. Umstellungen im Hormonhaushalt sind letztlich auch verantwortlich für bestimmte Vorgänge, die Ihnen andeuten, dass sie in die Wechseljahre eintreten. die Ihnen vertrauten Abläufe der regelmäßigen Monatsblutung und die damit verbundenen Begleiterscheinungen sind das Ergebnis komplizierter, fein abgestimmter hormonaler Steuerungsvorgänge, die in Form von Regelkreisen ablaufen.

 

Der Verlauf der Wechseljahre lässt sich nicht in einem starren zeitlichen Rahmen pressen. Dennoch werden einzelnen Abschnitten dieses Entwicklungsablaufes gewisse Zeiträume zugemessen. Die Übergänge zwischen den einzelnen Abschnitten sind selbstverständlich fließend, und für jede Frau müssen eigene Maßstäbe angelegt werden.

 

KlimakteriumMit zunehmendem Alter nimmt die Menge des die Östrogene bildenden Gewebes der Eierstöcke ständig ab. Etwa Mitte 30 sinkt auch das Gewicht der Eierstöcke langsam, und etwa ab 40 beginnt dann die normale, ständig ablaufende Östrogenproduktion schwächer zu werden. Es werden zwar noch an anderen Stellen im Körper, außer in den Eierstöcken, beispielsweise im Fettgewebe, Östrogene gebildet, jedoch kann dieser Vorgang die normale Östrogenproduktion der Eierstöcke nicht ersetzen.

Das Gehirn versucht, diesem Abfall der Östrogenproduktion entgegenzuwirken und schüttet vermehrt Steuerungshormone aus, um die Eierstöcke zur Produktion von Östrogenen und Gestagenen anzuregen. Diese Reaktion führt dazu, dass das Hormonsystem aus dem Gleichgewicht gerät. Die Menge der vom Gehirn produzierten Steuerungshormone steigt über mehrere Jahre stetig an, und die Östrogenmenge, die in dem Eierstöcken produziert wird, nimmt weiterhin stetig ab.

 

 

Der zunehmende Östrogenmangel kann für eine Vielzahl von Beschwerden in den Wechseljahren verantwortlich gemacht werden, nicht jedoch für alle. Bei einigen Beschwerden, besonders im seelischen Bereich, kommen noch weitere Faktoren hinzu. Es ist wichtig für Sie zu wissen, dass keine Frau die denkbaren Probleme der Wechseljahre vollzählig und mit ganzer Heftigkeit erlebt. Wichtig ist auch der Hinweis, dass scheinbar typische Erscheinungen durchaus auch andere Ursachen zugrunde liegen können.

 

 

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Typische Probleme während der Wechseljahre

Blutungsstörungen

Längere und mal kürzere Intervalle zwischen den Perioden, mal stärkere, mal schwächere Blutungen, sind die ersten Anzeichen der beginnenden Wechseljahre. Diese Unregelmäßigkeiten sind an und für sich nichts Beunruhigendes. Es sei denn, dass die Blutung nicht von alleine aufhört. Auch andauernd verstärkte Blutungen sind in diesem Alter ernst zu nehmen. sie können auf einen beginnenden Gebärmutterkrebs hinweisen. Vorsorge ist jetzt sehr wichtig.

 

Störungen des vegetativen Nervensystems

Die Störungen des vegetativen Nervensystems sind die charakteristischsten, häufigsten und belastendsten Symptome der Wechseljahre. Dazu gehören: Hitzewallungen, Schweißausbrüche, Kopfschmerzen, Schwindelgefühle, Ohrensausen, Herzklopfen, u.a. Sie sind eindeutig dem sinkenden Östrogenspiegel zuzuschreiben und können auch robuste Frauen körperlich und seelisch aus dem Gleichgewicht bringen.

 

Nervliche und seelische Störungen

Eine Reihe weiterer typischer Wechseljahreserscheinungen, wie Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Konzentrationsschwäche, Unruh, Nervosität, Reizbarkeit, Launenhaftigkeit, Antriebs- und Lustlosigkeit, Desinteresse, Verstimmtheit und Niedergeschlagenheit, müssen nicht, können aber mit dem Östrogenmangel zusammenhängen. Der Einfluss der Hormone auf das seelische Gleichgewicht ist zwar unbestritten, doch auch andere Faktoren sind gerade jetzt oft stark beteiligt.

 

Versorgungsstörungen von Gewebe

Hormone steuern nicht nur Wachstum und Erneuerung der Gebärmutterschleimhaut, sondern wirken auch an vielen anderen Geweben des Körpers bzw. Organen. Am deutlichsten sichtbar werden die Folgen des zunehmenden Hormonmangels an der abnehmenden Elastizität der Haut. Die Haut wird allgemein dünner und trockener, wodurch Faltenbildung begünstigt wird.

 

Blasenschwäche

Es kann sein, dass die Blase jetzt manchmal nicht mehr völlig schließt. Der Grund: Das Gewebe im Bereich des Beckenbodens hat seine Spannkraft verloren, die Gebärmutter hat sich gesenkt und drückt nun auf die Blase. Beim Lachen, Husten oder Niesen, immer wenn im Bauchraum ein erhöhter Druck entsteht, gibt die Blase möglicherweise kleine Mengen Wasser frei.

 

Veränderung der äußeren Geschlechtsorgane

Die verlangsamte Gewebeerneuerung und andere Auswirkungen der rückläufigen Hormonversorgung führen auch hier zu Veränderungen und Problemen. Die Schamlippen können sich deutlich zurückbilden. die Scheide wird trockener und empfindlicher. der Geschlechtsverkehr kann schmerzhaft sein.

 

Vermännlichungserscheinungen

Im Zuge der Hormonumstellung kann das Gleichgewicht zwischen weiblichen und männlichen Sexualhormonen zeitweise gestört werden. Zunehmende Gesichtsbehaarung, Haarausfall und eine tiefer werdende Stimme sind Anzeichen eines Überwiegens des Androgenanteils.

 

Gewichtszunahme

Ein besonderes Problem für eine Vielzahl von Frauen ist eine Gewichtszunahme während dieses Lebensabschnittes. Die Gewichtszunahme ist weniger durch die tatsächliche hormonale Situation im Körper, als vielmehr durch meist unbewusste Vorgänge zu erklären: Die Unzufriedenheit mit der gegenwärtigen Situation kann bewirken, dass Sie Ihr bisheriges Essverhalten ändern und mehr Kalorien zu sich nehmen, als erforderlich. Dieses, verbunden mit möglicherweise abnehmender körperlicher Aktivität und vermindertem Kalorienbedarf, kann dazu führen, dass Sie mehr Pfunde ansetzen.

 

Knochenschwund

Unter Östrogenmangel kommt es verstärkt zu einem Verlust des Knochens an Kalzium, einem lebenswichtigen Mineral, das dem Knochen Festigkeit und Halt gibt. Diese Entwicklung wird begünstigt durch oftmals jahrelange Fehlernährung. Der Knochen wird spröder und weniger haltbar. Es kommt leichter zu Knochenbrüchen. Besonders im Bereich der Wirbelsäule machen sich die Folgen des Kalziummangels bemerkbar. Wenn ein Wirbelkörper zusammenbricht, schrumpft der Körper um mehrere Zentimeter. Nach und nach kann sich ein Buckel ausbilden.

 

Altern, Alleinsein, Partnerprobleme, innere Leere

Frauen, die jetzt verstärkt mit allgemeinen Lebensproblemen zu kämpfen haben, bekommen auch die biologischen Auswirkungen der Wechseljahre meist heftiger zu spüren als Frauen, deren Lebensumstände sich nicht wesentlich ändern. Hausfrauen z.B. stärker als berufstätige Frauen. Falls Sie bisher ganz im Dienste Ihrer Familie aufgegangen sind, eigene Interessen stets hinten angestellt oder aber erst gar nicht entwickelt haben, falls sich der Sinn Ihrer Partnerbeziehung bisher vorwiegend in den gemeinsamen Kindern erschöpft hat, liegt jetzt, wo die Kinder aus dem Haus gehen, eine besonders schwere Zeit vor Ihnen. Die Vorstellung abnehmender Attraktivität und eine tief empfundene innere Leere lähmen häufig die Kräfte, die gebraucht würden, um das eigene leben und die bestehende Partnerbeziehung mit neuem Sinn zu füllen.

 

 

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Quelle: Die Wechseljahre, Ein Patientenservice von Wyeth-Pharma GmbH


Dr. med. Björn Peglow

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